Das sind die wichtigsten Ernährungstrends

Das sind die wichtigsten Ernährungstrends

Selbst unsere Ernährung unterliegt Trends. Diese bestimmen für viele Menschen die Art und Weise, wie sie ihren Einkauf gestalten. Gerade Frauen interessieren sich sehr für das Thema. Das liegt auch daran, dass die Ernährung längst nicht mehr nur dazu dient satt zu werden. Sie muss heute so viel mehr leisten, als noch vor Jahrzehnten.

Wichtig ist den meisten Menschen dabei ein Beitrag zur Reduktion ihres Gewichtes, sie soll gesund sein und für mehr Wohlbefinden sorgen. Gleichzeitig ist das Essen auch so etwas wie ein Ausdruck der Lebenseinstellung geworden. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass es heute Ernährungstrends wie Sand am Meer gibt. Dabei stellt sich allerdings die Frage, was davon ist ein künstlich aufgeblasener Hype und was schafft es tatsächlich auf den Mittagstisch?

Traditionelle Ernährung ist gefragt

Das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent nahm neun Ernährungstrends ins Visier und untersuche ihre Massentauglichkeit anhand der Bevölkerung in Österreich. Das Ergebnis spricht Bände. Die Menschen haben zwar Interesse am Ausprobieren, zeigen sich jedoch wenig experimentierfreudig. Das lässt sich bereits an den Ernährungsgewohnheiten ablesen. Die meisten setzten auf eine Mischkost mit Fleisch. Hier gibt es leichte Unterschiede zwischen Frauen und Männer. Die Damen setzten auf weniger Fleischkonsum. Lediglich ein Prozent verzichtet völlig auf tierische Produkte und ernährt sich vegan. Die Marktforscher untersuchten die Trends zur zuckerfreien Ernährung, das Clean Eating, den Trend zum Superfood, die 16:8 Ernährung, die Low Carb Ernährung, eine basische Ernährung, die ketogene Ernährung, Insekten und Clean Meat.

Drei Viertel kennen Low Carb

Es zeigte sich, dass die Low Carb Ernährung mit drei Viertel den höchsten Bekanntheitsgrad aufweist. Danach folgen die zuckerfreie Ernährung, sowie die 16:8 Ernährung und das Superfood. Am wenigsten beschäftigten sich die Menschen mit Themen wie Clean Meat und Clean Eating. Interesse zeigten die Befragten vor allem an Clean Eating, Superfood, der zuckerfreien Ernährung und der 16:8 Ernährung. Dabei nimmt man rund acht Stunden am Tag Essen zu sich und gibt dem Körper 16 Stunden Zeit zu fasten. Ausprobiert haben diese Ernährungsweise immerhin ein Drittel der Befragten. Vor allem Frauen interessieren sich für das Thema. Zuckerfreie Ernährung und Low Carb erzielten ähnliche Werte. Fast die Hälfe kann sich vorstellen zukünftig Superfood in die eigene Ernährung zu integrieren, auf naturbelassene Lebensmittel zu achten und eine tägliche Fastenzeit von 16 Stunden einzuhalten. Schwieriger wurde es da schon beim Verzicht auf Zucker. Das können sich drei Viertel der österreichischen Frauen gar nicht vorstellen.

Drei Viertel kennen Low Carb
Drei Viertel kennen Low Carb

Der Verzicht auf Zucker hat Vorrang

Befragt zu den zukünftigen Trends, gaben zwei Drittel an, dass sie der Ansicht sind, dass der Verzicht auf Zucker an Bedeutung gewinnen wird. Auch das Clean Eating und das Thema Superfood schätzen die Befragten als bedeutsam ein. Den Ernährungsweisen Low Carb und 16:8 werden ebenfalls gute Chancen eingeräumt. Von Clean Eating und der ketogenen Ernährungsform hielten die Probanden allerdings eher wenig. Beiden werden wenige Chancen eingeräumt, sich am Markt der Ernährungstrends dauerhaft durchzusetzen. Diese Ergebnisse zeigen bereits, dass es einen großen Unterschied zwischen gerne gehypten Trends und der Realität gibt.